EMOTION.award 2017: Wir sind nominiert

Über diese Nachricht haben wir uns besonders gefreut: Irmi Wette ist mit „Pfoten weg!“ für den EMOTION.award 2017 nominiert! Jedes Jahr zeichnet das Magazin Emotion inspierende Frauen aus, die Tolles leisten, und verschafft ihnen damit (zusätzliche) Sichtbarkeit. Für unsere Präventionsarbeit ist das natürlich unheimlich wichtig.

Irmi Wetter nach einer Aufführung von Pfoten weg! mit Zuschauerkindern

Figurentheater zum Anfassen: Nach der Aufführung lernen sich Katzenkinder und Zuschauerkinder näher kennen. Foto: Matthias Haslauer

Inzwischen haben mehr als 51.000 Kinder, ihre Eltern und zahlreiche Pädagogen die Botschaft von „Pfoten weg!“ gehört. Dieser tolle Erfolg ist keine Einzelleistung, wir verdanken ihn zum großen Teil unseren wunderbaren Unterstützern. Und wir wollen noch viele, viele Kinder erreichen.

Dafür brauchen wir jetzt eure Unterstützung: Bitte gebt „Pfoten weg!“ eure Stimme! Es ist ganz einfach und es dauert keine Minute: einfach auf das rote Herz klicken. Hier geht’s zur Abstimmung.

Eure Stimme zählt – danke für eure Unterstützung. Gemeinsam machen wir Kinder stark.

Das ist „Pfoten weg!“ – unsere Projektbeschreibung

Seit „Pfoten weg!“ 2003 als Figurentheaterstück seine Premiere feierte, ist viel Zeit vergangen. Heute bringen die Katzenkinder ihre wichtige Botschaft auf vielen Wegen zu den Kindern: „Pfoten weg!“ gibt es inzwischen auch als mehrsprachige DVD, als Bilderbuch zum Vor- und Selberlesen sowie als Hörspiel. Die Informationsbroschüre für Eltern und die Nachbereitungsbroschüre für Kinder ergänzen unsere Aktionstage und Aufführungsserien.

Mehr als 50 000 Kinder haben „Pfoten weg!“ gesehen, nicht nur im Kreis Konstanz, sondern weit darüber hinaus. Wir sind froh und glücklich und wir hoffen, dass wir auch in Zukunft noch viele, viele Kinder stark machen dürfen.

Für alle, die „Pfoten weg!“ noch nicht kennen, haben wir jetzt eine neue, übersichtliche Projektbeschreibung erarbeitet – superschön im neuen Design. Auf vier Seiten stellen wir darin das Projekt vor: Wie ist „Pfoten weg!“ entstanden? Worum geht es genau und was ist das Ziel des Projekts? Welche Bausteine gehören dazu – für Kinder, Eltern, Pädagogen?

Die Projektbeschreibung gibt es auf unserer Website auch als PDF zum Herunterladen (am Ende der Seite). Teilen ist ausdrücklich erwünscht. 🙂 Gemeinsam machen wir Kinder stark!

Projektbeschreibung von Pfoten weg! Projektbeschreibung von Pfoten weg! Projektbeschreibung von Pfoten weg! Projektbeschreibung von Pfoten weg!

Spuren …

Die Sängerin Gundula Braum hat – bereits 2010 – einen eigenen Song zum Thema sexuelle Gewalt an Kindern aufgenommen. Das Lied heißt Spuren und ist all den Kindern und Jugendlichen gewidmet, die (sexuelle) Gewalt erleben mussten.

Auf Gundula Braums Website gibt es eine eigene Seite zum Projekt Spuren, dort ist auch ein Radiointerview mit der sehr sympathischen Künstlerin verlinkt.

„Die Opferperspektive muss stärker in den Fokus gerückt werden“

Ein Interview mit Bianca Biwer vom WEISSEN RING

Bianca Biwer ist Bundesgeschäftsführerin des Vereins WEISSER RING, der seit 1976 besteht. Der WEISSE RING unterstützt Menschen, die von Straftaten betroffen sind: Seine Mitarbeiter leisten Trost und Beistand und begleiten bei Behördengängen, vermitteln aber auch finanzielle und weiterführende Hilfen und engagieren sich in der Kriminalprävention.

Rund 3200 ehrenamtliche Helfer stehen schuldlos in Not geratenen und ihren Angehörigen in bundesweit 420 Außenstellen zur Seite.

Bianca Biwer

Foto: WEISSER RING/Matthias Haslauer

Liebe Frau Biwer, wir freuen uns, dass Sie unseren Leserinnen und Lesern etwas über sich und Ihre Arbeit beim WEISSEN RING erzählen. Gehen wir doch zunächst ein bisschen in der Zeit zurück: Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen? Und ist er Beruf oder Berufung für Sie?

Als Juristin habe ich immer im Verbandsumfeld gearbeitet. Allerdings habe ich aufgrund meiner wirtschaftsrechtlichen Ausrichtung während des Studiums zunächst entsprechend in Wirtschaftsverbänden gearbeitet. Die Tatsache, sich für die Belange der Mitglieder einzusetzen, Problemstellungen zu lösen, in Gesetzgebungsverfahren mitzuwirken und sich für die Anliegen Gehör zu verschaffen, hat mir immer große Freude bereitet. Als ich dann ehrenamtlich begann, mich für das Opfer-Telefon des WEISSEN RINGS zu engagieren, merkte ich aber, dass die Hilfestellung für die hier vertretenen Menschen ein absolutes Herzensanliegen ist. Weiterlesen

Sexuelle Gewalt als öffentliches Thema: erstes Hearing der Unabhängigen Kommission zur Aufklärung sexuellen Kindesmissbrauchs

Am 31. Januar fand in Berlin das erste öffentliche Hearing der Aufarbeitungskommission statt. Da sexueller Missbrauch am häufigsten im familiären Umfeld stattfindet, war dieses Thema als Schwerpunkt gewählt worden.

Eine Aussage, die wir ganz besonders unterstreichen können, stammt von Sabrina Tophofen, die bei diesem Hearing als Betroffene von ihren Erfahrungen berichtete. Sie sagt: „Bei den ganz Kleinen müssen wir anfangen und denen das Selbstwertgefühl vermitteln zu sagen: ‚Dein Körper ist dir und da darf niemand ran!‘“

Noch in diesem Jahr sollen weitere öffentliche Anhörungen stattfinden. Weiterlesen

„Alle Fähigkeiten, die Kinder stark machen, gelten auch für Erwachsene“

Ein Interview mit Sonja Blattmann vom MuT-Zentrum

Sonja Blattmann ist ausgebildete Sexual- und Theaterpädagogin, Autorin und Kinderliedermacherin. Seit über zwanzig Jahren setzt sie sich für Gewaltprävention und die Stärkung der kindlichen Persönlichkeit ein, leitet zum Beispiel Seminare zu Kinderschutz und Sexualpädagogik. Sie hat mit ihrer Partnerin Karin Derks 2011 das MuT-Zentrum gegründet.

Das Zentrum für Gewaltprävention ist bundesweit unterwegs und nutzt Musik und Theater als stärkende künstlerische Ausdrucksformen. Sonja Blattmann ist seit vielen Jahren im Vorstand der DGfPI, einem großen Kinderschutzverband.

Sonja Blattmann

Sonja Blattmann. Foto: Daniel Blattmann

Liebe Frau Blattmann, wir freuen uns, dass Sie unseren Leserinnen und Lesern etwas über sich und Ihre Arbeit mit dem MuT-Zentrum erzählen. Gehen wir doch zunächst ein bisschen in der Zeit zurück: Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen? Und ist er Beruf oder Berufung für Sie?

Das Arbeiten mit Kindern war immer ein Herzensanliegen für mich. In den späten 80er und frühen 90er Jahren begann ich mich stärker für Kinderrechte einzusetzen. Der Feminismus dieser Zeit trug viel dazu bei, dass sich zunächst Frauen von ihren schlechten Geheimnissen befreiten. Sie konfrontierten erstmals die Öffentlichkeit mit den Folgen von sexualisierter Gewalt. Viele Beratungsstellen entstanden und der Ruf nach Prävention wurde deutlicher.

Mein erstes Buch „Ich bin doch keine Zuckermaus“ entstand und wurde von Marion Mebes, der heutigen Verlagschefin von Mebes&Noack veröffentlicht. Bald darauf startete ich die ersten musikalischen Lesungen und war fortan mit der Deutschen Bundesbahn und meiner Gitarre unterwegs. Es folgten weitere CDs, Bilderbücher und Fachliteratur, allesamt erschienen bei dem bereits genannten Verlag.

Musik und Theater sind für uns die Instrumente, mit denen es gelingt, mit Kindern und Jugendlichen, aber auch mit Erwachsenen effektiv zu arbeiten.

Was sind die Aufgaben des MuT-Zentrums und welche Rolle spielen Musik und Theater dabei? Warum wurden gerade diese Ausdrucksformen gewählt?

2006 war das Jahr, in dem mir das Glück eine Frau an die Seite schickte, mit der das Arbeiten und Reisen seit vielen Jahren sehr viel Freude macht. Karin Derks, langjährige Theaterregisseurin, Theater- und Musikpädagogin. Zusammen gründeten wir 2011 das MuT-Zentrum mit den beiden Säulen MuT-Mobil und MuT-Labor. Weiterlesen

„Pfoten weg!“ – die Lesung

Bei Katzens steht Besuch ins Haus, eine angenehme Abwechslung, sollte man meinen. Doch Onkel Burschi und Tante Herzi gehören zu denjenigen Zeitgenossen, denen man besser aus dem Weg gehen sollte.

Die Katzenkinder Salome, Tom und Lotte jedenfalls fühlen sich gar nicht wohl bei dem Gedanken, wieder einmal krakenartige Umarmungen und feuchte Schlabberküsse aushalten zu müssen. Durch die Ratschläge ihrer Freunde Igel, Hase und Wildschwein – und nicht zuletzt mit Hilfe der wunderbaren Katzenfee – lernen sie jedoch, stark zu werden und sich zu wehren.

Dieses Mal erzählen wir die Geschichte auf eine besondere Weise: mit einer szenischen Lesung. Im Oktober schlüpft Irmi Wette in die verschiedenen Figuren und haucht ihnen beim Vorlesen Leben ein. Auch die Zuschauerkinder sind dann wieder gefragt, denn die Katzenkinder setzen auch auf ihre Hilfe.

Plakat zur szenischen Lesung von Pfoten weg! im Oktober 2016 in Konstanz

Ein Aktionstag der besonderen Art: Irmi Wette liest „Pfoten weg!“

Begleitend gibt es wieder unser Rahmenprogramm für Erwachsene und Kinder, und alle Kinder erhalten nach der Lesung ein Arbeits- und Bastelheft zur spielerischen Vertiefung der Geschichte.

Schirmherrin des Aktionstags ist Stadträtin Dr. Christine Finke, die ihr vielleicht auch als Autorin oder Bloggerin kennt.

Auch diesen Aktionstag können wir dank unsere Unterstützer kostenfrei anbieten. Wir bedanken uns herzlich bei unserem Sponsor Jürgen Rossegger sowie bei unserem Kooperationspartner, dem WEISSEN RING; ein großes Dankeschön geht außerdem an die Anwaltskanzlei Amann, an digitaldruckhaus.de, Ricosta, das Medienhaus Südkurier, die Stadtbücherei Konstanz und die Stadt Konstanz.

22. Oktober 2016, 15 Uhr

Wolkensteinsaal im Kulturzentrum am Münster
Konstanz

Der Eintritt ist frei! Wir freuen uns auf euch!